Sehne hat gehalten!

 

Ach, was ist es doch ein herrliches Gefühl, wenn man die Strapazen eines Marathonlaufes hinter sich hat! Der Marathon in Köln heute sollte ja der Test sein, ob meine Sehne wieder die Belastung eines langen Laufes unter Wettkampfbedingungen aushält.

Sie hat alles brav mitgemacht!!

 

Ich wollte ja schön lieb sein und die erste Hälfte gedimmt und die zweite Hälfte etwas schneller laufen. Dabei hatte ich an ein Tempo von 5:10 Minuten pro Kilometer auf den ersten und 5 Minuten pro Kilometer auf dem zweiten Halbmarathon gedacht.

Tja, nach dem Startschuss habe ich prompt Kilometer eins verpasst und als dann der zweite angezeigt wurde, da hatte ich 7:10 Minuten auf der Uhr. Somit hatte sich mein Plan quasi von alleine erledigt. Was tun, durchziehen oder Tempo rausnehmen? Ich weiß, ihr kennt mich besser als ich mich selbst! Ich bin auf 4:30 Min/km gegangen und habe dies auf dem Halbmarathon durchgezogen.

 

Doch jetzt sollte ich laut Wettkampfvorgabe meiner Trainerin die zweite Hälfte schneller laufen. So langsam wurden die Oberschenkel schwerer, da ich mich nicht gezielt auf einen Marathon vorbereitet hatte.

Ich versuchte auf 4:15 Min/km zu gehen und lief die ersten Kilometer nicht konstant, war einmal sogar auf unter 4 Min/km, was sich dann sehr schnell rächen sollte. Ab Kilometer 32 wurde ich langsamer und die ersten Anzeichen von Krämpfen im Oberschenkel beunruhigten mich. Trotzdem versuchte ich das Tempo hochzuhalten, aber mehr als 4:20 bis 4:25 Min/km kamen dabei nicht mehr heraus. Zwischen Kilometer 38 und 40 sackte die Zeit dann auch auf 4:40 bis 4:45 Min/km ab und nur die Freude auf das Ziel konnte mich dann am Ende nochmal verleiten, etwas schneller zu laufen. Ich kam unter 3:08 Std. ins Ziel und war überglücklich, dass meine Sehne gehalten hat.

 

Deshalb möchte ich hier nochmal ein Riesenlob an Dr. Neuhaus vom Uerdinger Krankenhaus und meinen Physiotherapeuten Chris von der Physiotherapie Beulen aussprechen. Beide haben wirklich ganze Arbeit geleistet!

Zum Kölner Marathon muss ich sagen, dass dieses Mal das Wetter fast perfekt war, die Stimmung meist sehr gut gewesen ist und insbesondere die Verpflegung im Zielbereich vielseitig und reichhaltig war. Durch die Streckenführung war es den Angehörigen, Freunden etc. sehr gut möglich, die Athleten mehrmals zu sehen, ohne große Wege zu machen.

Jetzt muss ich schauen, dass ich mich gut erhole und regeneriere, damit ich in der Türkei Ende Oktober beim dortigen 70.3 zum Saisonabschluss nochmal ordentlich Gas geben kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.