Schöner Saisonabschluss!

 

Das war ja mal ein abenteuerlicher Ironman 70.3! Uns war ja allen klar, dass  es bei einer solchen Premierenveran-staltung noch hakt oder auch nicht funktioniert. Doch dass ich erst am Vortag die Radstrecke bekomme und erst am Schwimmstart die Schwimmstrecke sehen kann, das war mir so nicht klar. Besonders war auch, dass sich die Türkei kurzfristig dazu entschieden hat, die Sommerzeit erst 2 Wochen später auf Winterzeit umzustellen, was selbst den Sprecher der Veranstaltung überrascht hatte und er erst kurz vor dem Start eintraf! Von den 2500 Startern kannte ich nur Steffen, den ich über die Trainingslager als Radguide bei Olaf Sabatschus auf Fuerteventura kennengelernt hatte.

 

Trotz der erst spät gesetzten Bojen war es dann für mich überhaupt kein Problem, mich beim Schwimmen zu orientieren. Es gab einen „rolling start“, bei dem nach den Profis alle Athleten durch eine schmale Zuführung nacheinander ins Wasser geschickt werden, so dass sich das Feld direkt etwas auseinanderzieht und es nicht zu den üblichen Prügeleien im Wasser kommt, wie bei einem Massenstart. Es wurden 2 unterschiedlich lange Runden mit einem Landgang dazwischen geschwommen. Nach gut 25 Minuten war ich mit den 1,9 Kilometern fertig, was Platz 3 in meiner Altersklasse bedeutete.

 
Direkt nach dem Aufsteigen
Direkt nach dem Aufsteigen

Der Wechsel auf das Rad klappte eigentlich super und es folgte die Premierenfahrt auf dieser Radstrecke. Die Radstrecke besteht aus einer ca. 20 Kilometer langen Zufahrt zum welligen und hügeligen Teil der Strecke. Hier ist der Asphalt zum Großteil richtig gut, aber die 50 Kilometer danach bestehen aus einem doch sehr groben Asphalt. Ferner sind noch viele Baustellen vorhanden, an denen der Asphalt richtig schlecht ist. Dazu noch Kopfsteinpflasterpassagen, Stücke mit Schotter und Sand führen dazu, dass sehr viele Starter Probleme auf dem Rad bekamen und auch ich zählte dazu, denn in der ersten Abfahrt bekam ich einen Platten und wurde zum Schlauchwechsel gezwungen, der mich 7 Minuten gekostet hat.

 
Ich bin nicht nur Oberlenker gefahren
Ich bin nicht nur Oberlenker gefahren

Mit der Handpumpe bekam ich auch nicht mehr den wirklich notwendigen Druck in den Schlauch, so dass ich mich ziemlich unsicher gefühlt habe, zumal es ein paar steilere Kurven gab, die ich nur langsam durchfahren konnte. Letztendlich war ich richtig froh, als ich das Rad fahren ohne weitere Panne beenden konnte. Später sollte sich herausstellen, dass ich es dennoch geschafft hatte, auf Platz 1 der Altersklasse vorzufahren!

 

Da ich zu dem Zeitpunkt ja nicht wusste, dass ich in Führung liege, hatte ich einen schnelleren Halbmarathon geplant und ging den Lauf entsprechend forsch an. Doch ziemlich schnell musste ich feststellen, dass sich die Beine gar nicht so gut anfühlten und ich das Tempo nicht würde durchlaufen können. Claudia war auf der Laufstrecke aber gut platziert und konnte mir meine Platzierung sagen, so dass ich mit dem Tempo den Altersklassensieg erreichen konnte.

 
Zieleinlauf
Zieleinlauf

Es ist ja oft so, dass wenn dann alles vorbei ist, dann ist auch alles wieder gut und die kleinen Pannen beim Veranstalter und auch meine auf der Radstrecke sind vergessen. Insbesondere wenn dann auch noch das Gesamtergebnis passt. Witzig und erwähnenswert fand ich jedoch, dass auch ein Massageservice angeboten wurde, doch niemand wusste, wo dieser stattfinden sollte. Als die wirklich bemühten Organisatoren dann endlich die Stätte für die Massage herausgefunden hatten, da fand man dort 2 Massagebänke, aber von den Masseuren fehlte jede Spur.

 

Anschließend haben Claudia und ich es uns im Zielbereich erst einmal gut gehen lassen. Bis zur Siegerehrung sollte es ja noch fast 6 Stunden dauern!

 

Die Siegerehrung wurde dann routiniert und recht zügig durchgeführt. Dennoch ein sehr schönes Gefühl, nach all den Rückschlägen vor der Saison erneut bei einer solchen Veranstaltung oben auf dem Podest zu stehen und das Rennen ohne Schmerzen beenden zu können! Jetzt ist noch 1 Woche Regeneration und Urlaub angesagt. Trotz des nach der Siegerehrung aufziehenden Gewitters soll es ab morgen doch noch schönes Wetter in Belek geben.

 
 

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