Regenschlacht

 
Einen Tag vor dem Wettkampf!
Einen Tag vor dem Wettkampf!

Was für ein Wetter! Da war es eigentlich bis gestern richtig schön und dann heute so ein Aussetzer beim Wetter! Schon in der Nacht fing es an zu regnen und es sollte den ganzen Wettkampf durchregnen. Dazu war es auch windig und kühl, also eigentlich ein Wetter zum Vergessen. Na gut, es gibt auch Ausnahmen, wie unser Nedim Yildiz, der bei so einem Wetter sogar gerne startet.

 

Schon beim Schwimmen musste ich feststellen, dass es anders als an den Vortagen war. Kein ruhiges Wasser, sondern heftiger Wellengang und .. „Aua!“ Was war das?  Überall kleine Quallen, die einem Schmerzen an den nicht vom Neo bedeckten Körperpartien bereiteten. Mich haben sie zum Glück nicht am Kopf erwischt.

Der hier erstmals durchgeführte „rolling start“ funktionierte gut und trotz über 3700 Startern gab es kein Hauen und ich kam in einen guten Rhythmus und fühlte mich trotz der Wellen und der Quallen gut im Wasser und war hinterher doch sehr enttäuscht, dass ich nicht unter 30 Minuten geblieben war.

 

Dann kam ein grottenschlechter Wechsel, da ich mir aufgrund der Temperaturen und des Dauerregens ein Radtrikot und Ärmlinge angezogen hatte und dies auf dem nassen Einteiler und der nassen Haut eine gefühlte Ewigkeit gedauert hat. Danach kam die 90 km Radstrecke mit dem langen Anstieg zum Kloster Lluc und der von mir heute sehr gefürchteten anschließenden Abfahrt. Ich glaube, ich bin diese von allen Startern am langsamsten herunter gerollt. Für mich fing der Kurs quasi erst danach an und dann kam ich auch ganz gut in Fahrt. Aber die Radzeit war natürlich dahin, obwohl ich mit dem neuen BMC  gut zurecht kam.

 

Da ich ja Radtrikot und Ärmlinge nach dem Rad fahren wieder ausgezogen habe, war auch der 2. Wechsel sehr langsam. Das abschließende Laufen über 21,1 km glich mehr einem Pfützen springen als einem Lauf. Leider bekam ich auch keine gute Laufzeit mehr hin, weil ich mich im Vorfeld für die falschen Schuhe entschieden hatte und mit diesen bei den Bedingungen keinen vernünftigen Halt fand.

 

Es war für mich ein Wettkampf, den ich als sehr unangenehm empfunden habe. Ich hatte zu keiner Zeit Spaß oder Freude, sondern habe mich regelrecht durch den Wettkampf gequält.

Aufgrund von Stürzen in meiner Vergangenheit bin ich heute wirklich mit Angst auf die Radstrecke gegangen, da ich nicht wusste, wie ich mit dem neuen Rad bei Regen die Abfahrt herunter komme. Alles in allem keine guten Vorzeichen. Umso überraschter war ich, dass ich mit diesen schlechten Wechseln und der langsamen Radzeit dennoch den 2. Platz in meiner Altersklasse belegt hatte. Darauf hatte ich es heute nicht abgesehen, sondern ich wollte nur heil durch den Wettkampf kommen.

 

Mit Ellen

Jetzt geht es morgen wieder in die Sonne, wenn wir von Mallorca nach Düsseldorf fliegen!

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