Vorletzter Test vorm Ironman

 
 

Heute war der vorletzte Test vor dem Abflug zum Ironman in Kanada. Dieses Mal ging zur Erstauflage vom Niederrhein Triathlon, der am schönen Wisseler See in Kalkar stattgefunden hat. Mit insgesamt über 400 Startern bei den verschiedenen Disziplinen ein schöner Auftakt für den Veranstalter, zumal das Wetter auch meist gut war. Ich war direkt im ersten Startfeld und gespannt darauf, wie ich die trainingsintensive Woche verdaut hatte.

 

Das Schwimmen im See war sehr angenehm, auch weil bei den Temperaturen ein Neo natürlich erlaubt war. Da das Starterfeld sehr überschaubar war, fiel die übliche Prügelei im Wasser aus. Schnell konnten sich 3 Frauen absetzen und ich musste ohne Wasserschatten durchkommen. Die 4 mit Fähnchen versehenen Tretboote, die als Bojen dienen sollten, waren leider oftmals überhaupt nicht zu sehen, was zur Folge hatte, dass ich wohl deutlich mehr als die 1500 Meter geschwommen bin. Die Zeit war auch entsprechend schlecht, doch konnte ich immerhin als erster Mann meines Startfeldes aus dem Wasser steigen.

 

Nach einem guten Wechsel habe ich dann auf dem Rad versucht, die 3 Damen einzuholen, was mir schon auf der dritten von fünf Runden gelungen war. Jetzt war ich zwar in Führung, aber es kam ja noch ein Startfeld über die olympische Distanz nach uns, also musste ich versuchen, weiter Druck zu machen.

 

Beim zweiten Wechsel kam ich nicht so gut in die Laufschuhe, ging aber mit Vorsprung auf die Laufstrecke. Dann konnte ich erst zum dritten Mal in 20 Jahren Triathlon als Führender eines Triathlons hinter dem Führungsfahrrad herlaufen. Ist schon ein tolles Gefühl! So bekam ich sogar gesagt, wie mein Abstand zum Zweiten ist und konnte das Rennen beruhigt zu Ende laufen. Beim Laufen war mir aber auch klar, dass ich nicht schnell genug für einen Gesamtsieg sein werde, was sich später natürlich bewahrheitet hat.

 

Nach mir kam kein Mann ins Ziel, sondern es war sogar eine Profitriathletin am Start, nämlich Mareen Hufe. Sie hatte im Mai noch den 2. Platz gesamt beim Ironman Brasilien belegt. Wir hatten uns noch vor dem Start unterhalten und ich muss gestehen, dass ich da gar nicht wusste, dass ich mit Mareen Hufe spreche, die mir bis dahin nur namentlich bekannt war. Gesamtsieger wurde übrigens Dr. Sebastian Longrée vom SVD Tria Essen.

 

Auch wenn ich mit den Zeiten beim Schwimmen und auch beim Laufen nicht zufrieden bin, so war es doch ein schöner Testwettkampf. Im Moment habe ich Zweifel daran, dass ich schon weit genug bin, um in Kanada einen guten Ironman zu absolvieren, aber es soll ja erstmal nur ein Versuch sein, ob ich überhaupt wieder eine Langdistanz gesund durchstehen kann.

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