Das war Südafrika!

Wir waren ja schon ungefähr eine Woche vor der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Port Elizabeth / Südafrika angereist. Wir, das sind meine Frau Claudia mit ihren Jungen Bennett und Lennart und unserer befreundetes Ehepaar Ellen und Uwe Scholz. Ellen ist selber eine gute Triathletin. Mit ihnen waren wir schon bei der Ironman 70.3 WM in Mooloolaba / Australien.

In Port Elizabeth hatten wir eine sehr schöne Unterkunft. Die Housekeeper Sharon und Nick waren einfach unvergleichlich! Sie gaben einem das Gefühl, als würde man zur Familie gehören.

 

Die Zeit bis zum Wettkampf nutzten wir u.a. zu einem gemeinsamen Besuch im Addo Elefantenpark. Am Donnerstag vor dem Wettkampf, als ich mich dafür ausruhen musste, sind die anderen noch zu einem weiteren Wildpark gefahren, dem Kragga Kamma Park. Dort gab es u. a. Nashörner, Giraffen und vor allem Geparde zu sehen. Einen Gepard, der seit seiner Geburt immer unter Menschen lebt, konnte man sogar streicheln, was Bennett, Lennart und Claudia auch gemacht haben. Natürlich habe ich auch die Wettkampfstrecken getestet und war von dem heftigen Wind genauso wie über die sehr niedrigen Temperaturen sehr überrascht. Diese sollten im Verlauf der Reise aber noch sehr viel niedriger werden! Na gut, es ist dort Ende Winter gewesen, aber in Afrika hatte ich doch mit anderen Temperaturen gerechnet.

Mein Wettkampf war am Sonntag. Samstags waren die Frauen dran. Wie ich ja schon im vorherigen Block geschrieben hatte, war es regnerisch, dafür nicht so windig und schattig. War das Schwimmen sehr angenehm, so wurde mir erst auf dem Rückweg der Wendepunktstrecke einigermaßen warm, was sich natürlich beim abschließenden Halbmarathon änderte. Für den dritten Platz musste ich alles geben, was ich derzeit geben kann und es wurde belohnt. Natürlich ließen wir uns alle die Siegerehrung nicht entgehen, denn ich glaube nicht, dass ich noch einmal die Ehre haben werde, bei einer WM auf dem Podium zu stehen.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Knysna. Wir machten einige Zwischenstopps, den Lennart zu einem Bungeesprung genutzt hat und zwar von der Brücke, die mit 216 Meter die höchste Brücke der Welt ist, die für einen Bungeesprung freigegeben ist. Ich bin natürlich mit auf die Brücke gegangen, um mir das Spektakel aus der Nähe anzuschauen und es war sehr beeindruckend. Meine permanenten Rückenschmerzen haben mich von einem Sprung abgehalten, leider!

 

Knysna selber war nicht so toll, so fuhren wir am nächste Tag zum Tsitsikamma Nationalpark und gingen zwei sehr gute Trails. Der erste führte uns zum Storms River Mouth. Er ist ca. einen Kilometer lang und sehr gut zu bewältigen. Der zweite, zum Wasserfall ist ca. 3,6 Kilometer lang und nach anfangs leicht zu bewältigenden Passagen wird er im Verlauf richtig anspruchvoll, da man über ziemlich viele Felsbrocken und Klippen klettern  muss. Schnell wurde uns klar, warum eine Zeit von 3 bis vier Stunden für Hin- und Rückweg veranschlagt wurden. Wir haben es aber in zwei Stunden geschafft. 🙂

 

     

Es folgte daraufhin die Fahrt nach Hermanus, dem wohl weltbekanntesten Ort für Walbeobachtungen. Wir kamen im Dunkeln und bei Regen an und in dem Haus war es sau kalt. Es gab auch nichts zum Heizen und es wurde eine sehr kalte Nacht, so dass alle angezogen und sogar mit Mützen geschlafen haben! Am nächsten Tag wurden wir dann im Ort wirklich mit Walen belohnt, die man schon von der Küste aus hervorragend beobachten kann! Eine Bootsfahrt haben wir wegen der Kälte nicht gemacht. Bei stürmischen Winden besichtigten wir den Ort, wo der Indische und der Atlantische Ozean zusammenfließen, das Kap Alguhas.

Es folgte schon die letzte Etappe, die uns nach Fish Hoek führte und hier wohnten wir in einer herrlichen Villa mit schönem Blick auf´s Meer. Von hier machten wir Touren zum Boulder Beach, um die dort freilebenden Pinguine zu beobachten sowie zum Kap der guten Hoffnung und dem dazugehörenden Leuchtturm.

 

Zuletzt ging es dann nach Kapstadt, wo wir auf dem Tafelberg waren und anschließend noch in Camps Bay am Strand und in der Waterfront gewesen sind.

 

 

Da ich ja noch die Ironman WM auf Hawaii vor der Brust habe, musste ich alle Tage zumindest etwas trainieren und wegen der Reise nach Hawaii ist der Urlaub in Südafrika etwas kürzer ausgefallen. Somit muss ich leider sagen, dass die Zeit viel zu knapp war und wir viel zu wenig gesehen haben. Trotzdem können wir mit Gewissheit sagen, dass Südafrika ein beeindruckendes Land mit schönen Landschaften ist und sehr viel zu bieten hat. Trotz der Kälte und den relativ vielen Regentagen haben wir uns in dem Land sehr wohl gefühlt. Bennett ist als Einziger gefahren und hat sich schnell an den Linksverkehr gewöhnt, auch wenn wir ihn einige Male auf der rechten Spur erwischt haben!

 

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