Die Zeit zwischen den Operationen

Eigentlich hatte ich beschlossen, keine weiteren Beiträge zu schreiben. Doch ich wurde zu meiner Überraschung wiederholt darauf angesprochen, warum nichts mehr von mir zu lesen ist. Deshalb hier eine Art Lagebericht.

 

2018 war ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen im sportlichen Bereich. Obwohl ich immer wieder kleinere Verletzungen hatte, konnte ich zu den meisten Veranstaltungen rechtzeitig so fit werden, dass ich gute bis sehr gute Platzierungen erreichen konnte. Mir blieb dabei aber nicht verborgen, dass ich über das ganze Jahr nicht an die guten Leistungen der Vorjahre anknüpfen konnte.

Nach der WM im Oktober auf Hawaii habe ich mir dann eine längere Auszeit genommen, da mir eine Schulteroperation bevorstand. Aufgrund einer Wundheilungsstörung kam es zu einer längeren zeitlichen Verzögerung und ich musste außer im Januar nochmals im Februar operiert werden. Die Zeit ohne Training wurde daraufhin wesentlich länger, als ich es erwartet hatte und es ist mir nicht gelungen, wieder in Form zu kommen. Dazu kam dann auch noch ein weiteres Problem, dass just mit Wiederaufnahme des Trainings die linke Achillessehne schmerzte und das MRT ergeben hat, dass (mal wieder) eine weitere Operation erforderlich wird. Hatte ich mit Kenntnisnahme meiner Schulteroperation alle Wettkämpfe gecancelt, so hatte ich mich nach den Operationen zu mehreren kleineren Veranstaltungen in der näheren Umgebung angemeldet, um auf ein Ziel hin trainieren zu können. Doch leider habe ich es nicht geschafft, auch nur ansatzweise wieder in ein vernünftiges Training zurückzufinden.

Die Trainingspause nach der Schulteroperation haben Claudia und ich dann dafür genutzt, mal Urlaub ohne Sport zu machen. Für Claudia toll, für mich na ja. So flogen wir dann (ihr werdet es nicht glauben) ohne Fahrrad nach Amerika. Wir haben uns dort die 3 Städte Portland, Seattle und San Francisco mal näher angesehen. In Portland waren wir einer Woche bei unseren Freunden Maria, Dave und Max. Es war eine wunderschöne und interessante Zeit bei ihnen, die wir sehr genossen haben. Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt, aber dadurch haben wir enorm viel gesehen und unternommen. Auch der zweite Urlaub war zumindest ohne Wettkampf. Wir sind nach Nizza geflogen, aber da konnte ich bereits wieder etwas trainieren.

 

Jetzt ist es schon Ende August und ich mache noch ein paar Wettkämpfe, bevor am 5. November eine weitere Operation folgt, dieses mal an der linken Ferse. Bis dahin mache ich noch ein paar Wettkämpfe, natürlich ohne Ambitionen, da ich gar nicht in den Bereich eines leistungsorientierten Trainings gekommen bin.

Auch wenn 2019 sportlich bislang für mich eine einzige Katastrophe ist, so gab es doch schöne Momente. Zunächst wurde ich in NRW erneut für die Sportlerwahl der Polizei zum Sportler des Jahres nominiert und zum ersten Mal in 23 Jahren Triathlon wurde mir die Ehre erwiesen, dass ich für meine Erfolge 2018 bei der Polizei Bundessportlerwahl nominiert wurde und auf den 3. Platz der Sportler ohne Förderung gewählt wurde, was mich sehr gefreut hat.

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