Nicht gerade Hawaii

War das ein phantastischer Wettkampf in Kailua-Kona auf Hawaii letztes Wochenende mit einem deutschen Doppelsieg! Für Claudia und mich war es schon ein blödes Gefühl, hier in Deutschland zu sein, wenn sich die weltbesten Athleten um die Krone im Triathlon streiten. Zuletzt konnte/durfte ich ja dreimal in Folge teilnehmen. Wir müssen ja schon zugeben, dass wir uns in die hawaiianischen Inseln verliebt haben.

Na gut, also was tun, um nicht komplett tatenlos zusehen zu müssen? Da habe ich mich noch recht kurzfristig für den Marathon in Essen am Baldeney See angemeldet. Letzte Woche hatte ich den 16 km Seidenraupencross bei strömenden Regen gemacht und danach war ich schon gut fertig. Die letzten Tage vorher kamen mir deshalb große Zweifel, ob ich wirklich starten soll, denn ich hatte ja überhaupt nicht für den Marathon trainiert, nur für die Mitteldistanz. Doch die Lust auf Wettkampf hat dennoch überwogen und so ging ich Sonntag um 10 Uhr an den Start. Bei dem sehr überschaubaren Starterfeld konnte man sich gar nicht einreihen, sondern man stand recht kompakt zusammen. Ich wollte genauso wie im Training laufen, also zwischen 4:45 und 5:00 Minuten auf dem Kilometer, damit ich auch das Ziel sehe.

Ich hatte zwar meine Garminuhr dabei, doch ich lief, ohne auf den ersten 30 km drauf zu schauen.Noch auf der ersten Runde konnte ich in der Nähe des Wendepunktes die 3 Stundengruppe sehen und wusste, dass ich wohl doch schneller unterwegs bin.  Da ich aber 2-3 gute gleich schnelle Leute um mich hatte, versuchte ich so weiterzulaufen. Naja, ganz hat dies dann nicht geklappt und ich war auf der zweiten Hälfte ca. 3 Minuten langsamer. Das ich dann mit 3:06 Std. ins Ziel komme, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet! Für die AK 55 hat das sogar noch für den zweiten Platz gereicht. Da ich den Marathon um den Baldeney See wirklich gerne laufe, hat es mir wieder richtig Spaß gemacht.

Heute, am Tag danach, merke ich das fehlende Training dafür um so mehr und habe eigentlich überall schrecklichen Muskelkater. So, jetzt habe ich vor meiner Operation noch schön ausgepowert und jetzt geht es am 5. November unters Messer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.