Saison 1999

Nach dem schönen Auftakt im Vorjahr, nahm ich erneut an der Nettetaler Winterlaufserie teil. Trotz eines mäßigen 10km Laufes war ich fast 2 Minuten in der Gesamtzeit schneller und wurde erneut 2. der AK.

Hier möchte ich mal eine Lanze für diese Veranstaltung brechen. Obwohl sie von den Teilnehmerzahlen immer größer geworden ist, ist dort gut zu laufen. Es ist ein eingespieltes gut funktionierendes Organisatorenteam. Das Startgeld ist äußerst gering und wenn man das Glück hat, einen guten Platz erzielen, dann wartet ein toller Fresskorb auf einen und die Top 3 bekommen Geldpreise! Ich bin sehr gerne dort und starte immer, wenn ich nicht verletzt oder gerade im Trainingslager bin.

Meinen Frühjahrsmarathon absolvierte ich im schönen Hamburg, weil dort die Polizeimeisterschaften stattfanden. Natürlich wollte ich unter 3 Std. laufen, was im Vorjahr so gut gelungen war. Doch zum ersten Mal musste ich feststellen, wie schnell so ein Traum platzen kann. Ich war gut unterwegs, bis eine Zerrung mich dazu zwang, langsamer zu laufen und ich die 3 Std. Grenze relativ knapp verfehlte.

Das Jahr begann in Sachen Triathlon dieses Mal direkt mit den Polizeilandesmeisterschaften in Düsseldorf. Da ich das erste Mal teilgenommen habe, kannte mich dort niemand und als ich nach dem Rad fahren in die Wechselzone wollte, wurde ich auf eine weitere Radrunde geschickt, weil bislang nur die Guten vom Rad waren und somit konnte ich unmöglich schon da sein. Entsprechend schlecht wurde die Zeit.

Nachdem wir mit der Liga von der Verbands- in die Oberliga aufgestiegen waren, startete ich Anfang Juni in Kamen und bedingt durch starke Allergie war das Ergebnis bescheiden. Mein 33. Platz war bestimmt nicht entscheidend dafür, dass unsere Mannschaft dennoch Erster wurde.

 

Vor meinem Start beim Ironman in Klagenfurt warteten noch 2 Rennen auf mich, in Gladbeck und Saerbeck Die Platzierung in Gladbeck war sehr gut und ich war gespannt, was mich in Klagenfurt, meinem 2. Ironman,  erwartete.

Die Zeit in Klagenfurt hatten wir sehr schönes, sogar heißes Wetter und ich fieberte dem Wettkampf entgegen. In letzten Jahr hatte der Wettkampf als Langdistanz mit einer Hand voll Startern Premiere und wurde jetzt zum Ironman. Im Gegensatz zu anderen Ironman Veranstaltungen waren sehr wenige Starter angetreten. Das österreichische Heer half beim Aufbau und auch an der Strecke, was alles sehr gut funktionierte.

Das Schwimmen war richtig schön. Kein Gehaue, klares warmes Wasser, trotzdem war der Neo erlaubt und zum Ende gab es eine richtige Sogwirkung in einen schmalen Kanal, der zur Wechselzone führte. Eine Schwimmzeit deutlich unter einer Stunde hätte ich niemals erwartet, doch ich hatte es geschafft.

Entsprechend motiviert ging ich auf die Radstrecke. 3 Radrunden mit jeweils einem gehörigen Anstieg und einer langen geradeaus führenden Abfahrt warteten auf mich. Erst entlang des Wörthersees und ich kam mir wie auf einer Rennstrecke vor. Ich hatte Probleme nicht noch schneller zu fahren. Die Steigungen merkte ich zwar deutlich in den Beinen, sie waren aber gut zu fahren. Insgesamt war es schön, auf der Radstrecke zu fahren und mit 5 Std. war ich auch sehr gut auf Kurs!

Das Laufen startete natürlich auch am schönen Strandbad in Klagenfurt und führte erst zur Innenstadt und dann wieder zurück am Bad vorbei bis zum Wendepunkt und das Ganze zweimal. Auch die Laufstrecke war o. k, insbesondere in der Innenstadt und lustig war auch, dass man durch ein Strandbad lief und wir von den Badegästen angefeuert wurden.

Ich ging etwas zu schnell an, aber insgesamt lief es für mich gut. Auch ein Regenschauer brachte mich nicht vom Kurs ab, unter 9:30 Std. ins Ziel zu kommen.

Die letzten Kilometer waren ein einziges Vergnügen und die schweren Beine waren mir absolut egal. Nach dem Zieleinlauf habe ich mich, nachdem ich Claudia getroffen hatte, erst einmal in den Wörthersee gelegt. Da der SC Bayer 05 mit mehreren Startern vor Ort war, wurde es später ein freudiges Treffen.

 

Erst später habe ich dann erfahren, dass ich mich sogar für die Ironman WM auf Hawaii qualifiziert hatte und dies als Nachrücker, da wohl mehrere nicht mit einer Quali gerechnet hatten!

Nachdem der heftige Muskelkater auskuriert war, ging es mit Ligastarts und ein paar weiteren Triathlon weiter, die ich durch den Erfolg hoch motiviert anging.

 

Im August startete ich in Sassenberg, Hückeswagen und Bocholt, aber die Ergebnisse waren etwas ernüchternd. Der Saisonabschluss war in Willich und Xanten, wobei dort die Ergebnisse wieder stimmten.

 

Höhepunkt des Jahres war insbesondere das gute Abschneiden beim Ironman Austria.