Saison 2001

In diesem Jahr merkte ich erstmals meine Achillessehne. Ich konnte da ja noch nicht wissen, dass dies mein großes Problem werden sollte.

Die Termine der Winterlaufserien in Nettetal und Duisburg überschnitten sich und ich lief nur in Duisburg. Obwophl deutlich langsamer als im Jahr zuvor wurde ich 3. der Altersklasse, obwohl ich nur 23. gesamt war.

Ich startete in Gladbeck und wurde 10. und 2. meiner Altersklasse, ein gelungener Auftakt. Bis auf die ersten Kilometer der Radstrecke, die mehr einer Holperpiste als einer Straße ähneln, ein guter Wettkampf, der meist der Auftakt der Bundesliga ist und man somit auch die wirklich guten Triathleten sehen kann!

Da ich ja noch eine Rechnung mit Roth offen hatte, hatte ich mich erneut dort angemeldet. Als Vorbereitung auf den Ironman hatte in Minden ein Kurz- und in Harsewinkel und Bonn 2 Mitteldistanzen vor der Brust. Harsewinkel verlief ja noch gut, aber in Bonn bekam ich technische Probleme. Als ich nach dem obligatorischen Rheinschwimmen in die Wechselzone kam, war der Hinterreifen platt. Ich pumpte ihn auf und hoffte, dass es nur ein Fehler beim Aufpumpen morgens war. Es sollte nicht so sein. Es war zwar ein Schleicher, aber ich kam nicht um einen Schlauchwechsel herum. Das mir, der sich bei so etwas unglaublich dämlich anstellt. So auch an diesem Tag. Alle Versuche, den Reifen von der Felge zu bekommen scheiterten und ich wollte schon aufgeben, als es mehr zufällig doch noch klappte. Gute 20 Minuten hatte es gedauert und somit war der Wettkampf gegessen.

 

Der Ironman in Roth stand an und wir kamen weit ab vom Wettkampfgeschehen unter. Leider hatte ich mir im Vorfeld durch das umfangreiche Training eine Knochenhautentzündung zugezogen und ich konnte 3 Wochen nicht trainieren. Somit ging ich mit gemischten Gefühlen an den Start. Natürlich hätte ich gerne an der Quali für Hawaii geklopft, doch eigentlich konnte ich froh sein, wenn ich das Rennen gut durchbringen würde.

Es kam natürlich mal wieder ganz anders. Beim Schwimmen hatte ich Probleme mit der Schwimmbrille. Ich bekam sie nicht dicht und beim Start kam sofort Wasser rein. Manche vertragen dies ja, aber bei mir geht das gar nicht! Mehrmals hielt ich an und versuchte, die Brille zu richten, aber es half nichts. Zusätzlich bekam ich noch ordentlich Prügel von den aufschwimmenden Mitstartern.

Somit geriet das Schwimmen zur reinen Qual und ich war heilfroh, als ich die Wechselzone erreicht hatte. Schnell aufs Rad und ich bemerkte sofort, dass etwas mit dem rechten Auge nicht stimmte. Ich konnte kaum etwas erkennen und hielt nach einem Kilometer an. Ich rieb mir die Augen und klimperte immer wieder mit den Lidern, aber nichts half. Also fuhr ich weiter und suchte mir einen Fixpunkt, an dem ich mich orientieren konnte. Dies war der derzeit vor mir fahrende Radler. Es dauerte nur 1-2 weitere Kilometer bis der Pfiff des Marshalls kam. Ich musste sofort eine mehrminütige Strafe absolvieren und ich versuchte in der Zeit, die Augen wieder klar zu bekommen. Es wurde auch langsam besser, ohne dass ich wirklich gut sehen konnte.

Nach Ablauf der Strafe fuhr ich los und meine Sicht wurde besser, jedoch bekam ich einen unangenehmen Druck im Kopf und nachfolgend extreme Kopfschmerzen. Somit war auch das Rad fahren kein Vergnügen und als ob dies nicht genug war, bekam ich noch Magenkrämpfe. Ich kämpfte mich aber durch und war nach gut 10 Std. im Ziel. Ich begab mich sofort ins Erste-Hilfe-Zelt und wurde ärztlich an dem Auge behandelt.

Willich

Willich

Nachdem die Augenentzündung auskuriert war, beendete ich die Saison noch mit 3 Starts, jeweils eine Volks-, Kurz- und Mitteldistanz, ohne dabei noch ein gutes Ergebnis erzielen zu können.

Als Abschluss stand der Essen Marathon auf dem Plan und ich wollte zum ersten Mal im Herbst unter 3 Std. bleiben. Doch in einem solchen Jahr war mir auch dies nicht gegönnt und ich blieb knapp darüber.

 

Die Saison 2001 verlief alles andere als gut!