Saison 2002

Winterlaufserie Duisburg  Erneut nahm ich die Winterlaufserie in Duisburg in Angriff und schaffte eine gute Zeit für mich, aber erneut war ich schlecht platziert. Wie so oft musste ich feststellen, dass wenn ich für mich langsam laufe ich gut und wenn ich für mich schlecht laufe, ich damit in der Ergebnisliste gut platziert bin.

Läuferisch gut vorbereitet und nach dem Plan „8 Wochen bis zur Bestzeit“ trainiert, griff ich in Steinfurt erneut meine Marathonbestzeit an.

Der Start lief nicht gut und ich hatte direkt das Gefühl, dass meine Beine schwer seien. Bei km 2 wurde ich von der 1. Frau, einer Polin überholt, an deren Fersen ich mich heftete und ich schnell merkte, dass sie ein für mich gutes Tempo lief, welches ich evtl. mitgehen konnte. Sie hatte Helfer an den Verpflegungsstationen und war wohl ein professionelle Läuferin. Ich blieb bei ihr und als sie kurz vor dem Ziel etwas langsamer wurde, passierte ich sie und zog unwesentlich an, damit ich mein Ziel erreichen konnte.

Somit schaffte ich die für mich sensationelle Zeit von unter 2:45 Std.!

Ich wollte der Läuferin noch danken, aber sie war extrem unfreundlich.

Erneut begann ich die Triathlonsaison in Gladbeck, aber wie in den folgenden Wettkämpfen in Harsewinkel, Bonn, Löhne, Rheda-Wiedenbrück und Sassenberg fand ich nur schwer in die Saison, welches auch an den Achillessehnenschmerzen lag, die im Vorjahr begonnen hatten. Somit war dies alles, aber keine gute Vorbereitung für den Ironman in Frankfurt, der erstmals ausgetragen wurde.

Wir wohnten außerhalb von Frankfurt und konnten so dem Trubel ausweichen. Wie immer beim Ironman wurde das Rad am Vortag abgegeben und mein Helm überstand den Check-In nicht. Also schnell einen neuen Helm kaufen. Natürlich hatten sie direkt am Check-In entsprechende Helme zu überzogenen Preisen. Wir lehnten ab und kauften später einen in der Frankfurter Innenstadt. Für mich war mein Helm noch gut und ich befürchte, dass dies eine weitere Masche zum Geld machen war!

Am Wettkampftag wie immer nachts aufstehen, leichtes Frühstück, fertig machen und ab zum Start.

Das Schwimmen fand im abseits vom Zentrum gelegenen Langener Waldsee statt und Dank des Massenstarts wurde es ein reines Chaos. Ich versuchte nur, diese Prügelei irgendwie zu überleben. Schon da viel zu viele Starter für diese Strecke. Dann ging es direkt mit vielen Mitstreitern gemeinsam auf´s Rad und was dann kam, war für mich absolut erschreckend. Es bildeten sich sofort Pulks von bis zu 100-200 Personen, die von den Marshalls auf ihren Motorrädern begleitet wurden. Ab und zu pfiffen sie mal, damit es sich etwas auseinanderzog, insbesondere vor gefährlicheren Stellen, aber sonst geschah nichts. Selbst dann nicht, wenn sie von Athleten darauf hingewiesen wurden. In der Preisklasse, in der ich vertreten war, fuhren ALLE, wirklich alle im Windschatten. Die Führung wechselte immer und hinten fuhr man Oberlenker, weil es ja so entspannend war, unglaublich. Wie gesagt, ich nehme mich da nicht raus! Ich glaube, nach gut 4:45 Std. kam ich ins Ziel und dachte mir, dass dies jetzt ja ein toller Marathon würde, da ich ja nicht wie in den Langdistanzen zuvor, auf dem Rad alles geben musste.

Entsprechend zügig lief ich los und es fing auch gut an, aber wie eigentlich immer bei den Langdistanzen konnte ich das Tempo nicht halten. Es war sehr heiß und ich trank schon auf dem Rad zu wenig, so dass ich nichts mehr zulegen konnte. Somit kam ich knapp über 9:30 Std. ins Ziel.

Der Veranstalter Kurt Denk hatte es geschafft, eine unglaubliche Anzahl von Qualifikationsplätzen für den Ironman Hawaii zu bekommen und selbst als 16. der AK 35 hatte ich die direkte Quali! Ich fragte meine Freundin Claudia, was wir machen sollen, da wir bei der Slotvergabe eigentlich schon in Urlaub waren. Sie fragte, ob ich sehr enttäuscht sei, wenn ich den Slot nicht nehme und ich verneinte. So ging der Slot weiter und wir fuhren in Urlaub. Ob ich das nicht später mal bereuen würde?!

Die Triathlonsaison beendete ich mit Ligastarts in Krefeld und Xanten, aber wie eigentlich alle Rennen dieser Saison, blieb ich hinter meinen eigenen Erwartungen zurück.

Mein Saisonabschluss war der Berlin Marathon. Ich begleitete meinen Freund Peter Terheggen jr., aber wir hatten recht schnell den Kontakt verloren, da es einfach zu voll auf der Sttrecke war. So lief ich ohne Ziel, da ich ihn eigentlich auf eine neue Bestzeit für ihn ziehen wollte und machte mir einen schönen Marathon.