Saison 2008

Schon durch den Ironman Florida im Vorjahr für Hawaii qualifiziert, konnte ich dem Jahr bis dahin gelassen entgegen sehen. Unmittelbar nach dem Ironman in Klagenfurt im Vorjahr hatte ich mich für´s Folgejahr angemeldet, so dass erneut 2 Ironman anstanden.

Läuferischer Auftakt waren „meine“ beiden Winterlaufserien und ich konte sowohl in Nettetal, als auch in Duisburg meine Altersklasse gewinnen, was mir bis dahin noch nie gelungen war Auch beide Gesamtplatzierungen waren für mich hervorragend.!

Beim Marathon in Bonn wollte ich gezielt auf unter 3 Std. laufen, was mir sehr gut gelang.

Mit sonstigen Starts und Ligarennen war es ein ziemlich strammes Wettkampfprogramm, welches mit dem Triathlon in Buschhütten begann. Es folgten Starts in Gladbeck, Aachen und Harsewinkel, die eher enttäuschend waren. Dennoch merkte ich, dass es allmählich besser wurde und beim Bonn Triathlon, der durch das Springen von der Rheinfähre, dem Schwimmen im Rhein und der anspruchsvollen Radsrecke einen besondern Reiz ausübt. Beim dortigen Start in der Mastersliga konnte ich dort den 1. Platz erkämpfen und wurde im Gesamtfeld 2. der Altersklasse. Auch die folgenden Wettkämpfe in Altena, Steinbeck und Saerbeck zeigten eine ansteigende Form und ich fuhr erneut gut vorbereitet zum Ironman in Klagenfurt.

Die Quali hatte ich ja schon für die WM auf Hawaii, also sollte es ein „entspanntes“ Rennen, also ohne inneren Druck sein und ich machte mich für eine Revanche fürs Vorjahr auf.

Es sollte mein bis dahin bester Ironman werden und ich fühlte mich einfach nur gut und dies in allen 3 Disziplinen. Natürlich hatte ich kleine Tiefs und es tat auch schon mal weh, aber ich denke, dass dies nun mal bei einer Langdistanz dazugehört.

Die Zeit von 9:16 Std. beförderte mich zum ersten Mal unter die ersten 3 der Altersklasse und ich freute mich riesig über meinen 3. Platz. 

Erst später erfuhr ich, dass ich lange geführt hatte und nur Minuten hinter den ersten beiden der AK war. Dies konnte mich aber nicht ärgern!

Das Ergebnis gab mir einen richtigen Schub und die folgenden Wettkämpfe in Sassenberg, Rheine, Hückeswagen und auch Xanten und Indeland waren alle für mich sehr gut verlaufen und ich konnte immer unter den ersten 3 der Altersklasse landen. Somit fühlte ich mich gewappnet für meine 2. Teilnahme bei der Ironman WM auf Hawaii.

Nun, natürlich ist so eine WM ein absolutes Highlight für jeden Triathlet, aber ich wollte es für mich persönlich noch toppen und meine Freundin Claudia und ich planten eine Hochzeit auf Hawaii. Mein Bruder Peter begleitete uns und 2 Tage vor dem Wettkampf kam es zu einer feierlichen Zeremonie am Strand auf Big Island. Es war wunderschön und wir können es nur jedem empfehlen, der sich dies vorstellen kann.

Somit geriet der Wettkampf nicht gerade zur Nebensache, aber es war keine optimale Vorbereitung. Zudem ließ ich mich bei einem 10 km-Lauf durch den Reiseveranstalter Hannes Hawaii Tours etwas zu sehr verleiten, vorne mitzumischen und rannte in diesem Energy-Lab-Lauf viel zu schnell. Gleiches galt für das Probefahren auf der Radstrecke.

Man merkt dies nicht, wenn man dort trainiert, sondern erst später beim Hauptwettkampf.

Wie schon 2003 wartete die Schildkröte beim Schwimmstart auf die Athleten und leider wurde das Schwimmen erneut zur Qual. Ein ewiges Hauen und Stechen und dies auf 3,8 Kilometer. Nichts zog sich auseinander. Immer wieder versuchte ich auszuweichen, schwamm deshalb Umwege und kam wieder deutlich über einer Stunde aus dem Wasser. Das Rad fahren schreckte mich nicht. Ich wusste ja was kam, eintönige Landschaft mit permanenten Wellen und eine harte Konkurrenz, den es waren ja nur die jeweils ersten der jeweiligen Altersklassen und Profis vertreten. Leider verlor ich ein Pad meines Aero-Aufsatz am Lenker, so dass ich nach ca. 2/3-tel der Radstrecke nicht mehr vernünftig auf dem Aero-Aufsatz fahren konnte, was mich etwas behinderte. Auch hatte ich mich auf dem Hinweg durch den Rückenwind etwas zu sehr verleiten lassen auf die Tube zu drücken und ich bekam schwere Beine. Die Radzeit war aber noch o.k., doch das Loslaufen tat schon weh.

Ich versuchte alles, um lockere Beine zu bekommen, aber dies gelang mir erst sehr spät, da war eine gute Zeit unter 10 Std. nicht mehr zu realisieren. In knapp unter 10:03 Std. kam ich dann ins Ziel und meine jetzt ja Frau Claudia und mein Bruder erwarteten mich schon. Enttäuscht war ich nicht über die Zeit, auch wenn ich anderes erhofft hatte. Die Begeisterung von meinem Bruder entschädigte dafür. 

Es folgte ein wirklich denkwürdiger und traumhafter Urlaub auf den Nachbarinseln Oahu und Kaua´i. Es war ein perfekter Saisonabschluss.