Saison 2009

Trotz eines sehr langsamen 10km Lauf innerhalb der Nettetaler Winterlaufserie konnte ich abschließend die Altersklasse noch gewinnen, weil insbesondere der 15 km Lauf gut gelang.

Auch bei den beiden folgenden Läufen in Waldniel und Benrath konnte ich meine Altersklasse gewinnen.

Als weitere Vorbereitung stand der Frühjahrsmarathon in Bonn an, den ich unter 3 Std. laufen wollte. Trotz leichter Krämpfe in dem linken Oberschenkel konnte ich das Ziel verwirklichen.

Der Saisonstart fand in den Niederlanden beim Powerman in Horst statt und ging über 15 km Laufen, 60 km Rad fahren und 7,5 km Laufen, also einem Duathlon. Ich ging etwas verhalten an und musste bald merken, dass die Niederländer richtige gute Duathleten sind. Auch wenn ich alles gab, sprang nur ein 4. Platz heraus, den gleichen Platz sollte ich auch beim Vorbereitungswettkampf zum Ironman Brasilien in Paderborn bei den Polizeilandesmeisterschaften  erzielen. Ich war tief enttäuscht über den 4. Platz in Paderborn.

Auch dieses Jahr erwartete mich ein früher Ironman. Dieses Mal zog es uns nach Brasilien. Die Insel Florianopolis wartete auf uns und wir hatten uns mal wieder im Internet eine Unterkunft gesucht. Mit der Vermieterin Vanda machten wir den absoluten Glücksgriff, denn sie nahm sich 2 Wochen Zeit für uns und zeigte uns wirklich alles, was es zu sehen gab, auch die Wettkampfstrecken. Nach den schlechten Ergebnissen in der Vorbereitung war ich gespannt, ob sich dies auf der Langdistanz ändern würde.

Das Schwimmen war ein Erlebnis der besonderen Art. Es wurde eine Strecke wie ein „M“ geschwommen, also zweimal vom Ufer weg und es gab am Wettkampftag richtig hohe Wellen. So kam es vor, dass mir mehrere Starter auf der Strecke entgegenkamen, weil sie die Orientierung durch den Wellengang verloren hatten. Ich schwamm dieses Mal sehr aggressiv und wollte eine gute Schwimmzeit erreichen. Durch den Kampf mit den Wellen verteilte sich das Feld gut und ich konnte unter einer Stunde bleiben. Die Radstrecke hatte ich mir genau angeschaut und ich fand schnell 2 andere Starter, die ungefähr mein Tempo fuhren und ich fand so eine gute Geschwindigkeit, ohne in den Windschatten zu gelangen. Wichtig war, dass ich unter 5 Std. blieb, um eine Zeit unter 9:15 Std. zu erreichen. Die recht abwechslungsreiche Strecke mit einigen gut zu fahrenden Steigungen kam mir sehr entgegen und ich konnte mein Ziel verwirklichen.

Beide Wechsel gelangen gut und es kam jetzt nur noch auf´s Laufen an, mal wieder! Doch dieses Mal war es anders. Zum ersten Mal konnte ich in einer Langdistanz konsequent durchlaufen, ohne langsamer zu werden! Im Vorjahr war es in Klagenfurt schon ganz gut, aber dieses Mal konnte ich es noch steigern. Von der Zeit so begeistert vergaß ich es auf den letzten Kilometern, noch etwas Zeit gutzumachen und kam nach knapp unter 9:10 Std. ins Ziel, was einen Gesamtplatz unter den ersten 20 und den Sieg in meiner Altersklasse bedeutete. Ein Altersklassensieg beim Ironman, an so etwas hatte ich früher im Traum nicht gedacht. Den Slot für Hawaii nahm ich aus Kostengründen nicht, denn ohne Sponsoren belastet der Sport die Haushaltskasse doch gewaltig.

Die Siegerehrung war natürlich sensationell und der Zweite, immerhin Ken Glah, ein Ex-Profi, der Seriensieger der Altersklasse ist, staunte nicht schlecht, dass er „nur“ Zweiter geworden war!

 

Den Trip nach Brasilien schlossen wir mit einem Aufenthalt in Rio De Janeiro ab.

Nach nur 2 Wochen nahm ich den Ligabetrieb auf und startete in Bonn über die Mitteldistanz, wo ich als 1. der Mastersliga ins Ziel kam, auch die Altersklasse der Gesamtwertung konnte ich gewinnen. In Verl gewann ich die Altersklasse, wurde aber nur 18. der starken Verbandsliga. Dagegen wurde ich kurz darauf in der Regionalliga 13. was zeigt, wie gering die qualitativen Unterschiede in den Ligen sind.

Es folgte eine Herausforderung der besonderen Art. Die Jeantex TransAlp, 7 Etappen über die Alpen. Ich war von meinem Radtrainingspartner Kurt Noack gefragt worden, ob ich mir vorstellen könne, dieses Erlebnis anzugehen. Er hatte dies schon zweimal getan und seine Partner mehr oder weniger in Grund und Boden gefahren. Kurt ist 5 Jahre älter als ich und ein absolutes Phänomen. Desto schwerer und härter die Strecke, umso besser wird er. Mir war es eine Ehre ihn als Partner auf dieser Tour begleiten zu können. Ich profitierte davon, dass Kurt noch an den Folgen einer Erkältung litt und eigentlich erst auf den letzten Etappen zu seiner gewohnten Stärke zurückfand. Es war insgesamt ein unglaubliches Erlebnis, die einzelnen Berge der Alpen zu erklimmen. Für alle gab es neben Hitze und Kälte, Regen und Sonne, in den Gipfeln einiger Berge lag sogar noch Schnee, grandiose Ausblicke.

Nach so einem Erlebnis waren die anschließenden Triathlon, in Sassenberg, Rheine, Hückeswagen, Xanten und Ratingen, zwar nichts Besonderes, zumal ich sie alle schon wiederholt gefinisht hatte, dennoch wollte ich sie mit guten Erlebnissen beenden, was mir bis auf den Sprint in Ratingen auch gut gelang.

Insbesondere durch den Erfolg in Brasilien und das Erlebnis der TransAlp war dieses Jahr etwas ganz Besonderes für mich!

Das Jahr beendete ich wieder mal mit einem Marathon in Berlin, den ich aber gemäßigt lief und dem Halbmarathon in Remscheid, dem Röntgenlauf.