Saison 2011

2011 sollte ein Jahr mit Höhen und Tiefen werden. Nach gutem Auftakt bei der Winterlaufserie in Nettetal kam ich gut ins Jahr und dies musste auch sein, da ja im Mai schon der Ironman auf Lanzarote auf mich wartete.

Nach dem Erfolg des Vorjahres fand erneut das von Olaf Sabatschus organiserte Trainingslager auf Fuerteventura statt. Dieses Mal länger und mit mehr Teilnehmern, aber nicht, ohne den freundschaftlichen Umgang untereinander zu vernachlässigen. Aus Kostengründen waren wir Radguides jedoch wesentlich schlechter untergebracht als im Vorjahr und da wir jetzt die ganzen 5 Wochen dort waren, war ich darüber sehr enttäuscht. Dies führte auch im Nachgang dazu, dass sich Olaf für die nächsten Jahre nicht mehr meiner Hilfe bediente

Das Trainingslager selbst war erneut Klasse. Nette Leute, kleine Radgruppen, meist gutes Wetter, schöne Strecken und ja quasi einen günstigen Urlaub / Trainingslager, was will man mehr?

Mein Bruder nahm dieses Mal nicht teil, aber Claudia kam die letzten Wochen nach und arbeitete wieder im Büro.

5 Wochen Fuerteventura waren natürlich eine perfekte Vorbereitung für den Ironman auf Lanzarote.

Der frühe Powerman, ein Duathlon in Horst in den Niederlanden bildete den Auftakt für die Triathlonsaison und wie schon Jahre zuvor, wurde ich auch bei dieser Europameisterschaft nur 4. meiner AK.

 

Um für Lanzarote gerüstet zu sein, startete ich dann Ostermontag beim Jedermannradrennen „Rund um Köln“. Bis auf Kollegen aus Köln, Heike und Michael Jakob, kannte ich niemanden.

Für die 126 km benötigte ich 3:21 Std. und lange Zeit konnte ich ziemlich weit vorne mitfahren. Als ich dann den Anschluss verlor, war ich länger alleine und da wuchs der Abstand kontinuierlich weiter. Ein Beweis dafür, was der Windschatten beim Rad fahren bewirkt. Erschrocken war ich wegen der vielen Stürze. Meist war aufgrund der Masse der Radler direkt eine größere Zahl der Starter beteiligt und einmal lief einer schreiend umher, dass er seinen Daumen suchen würde! Trotzdem hat es insgesamt Spaß gemacht!

Der Powerman hatte mir trotz des 4. Platzes Spaß gemacht und ich hatte mich für die Deutschen Meisterschaften in Oberursel angemeldet. Die Distanzen von 10, 60 und 5 km hatten einige Höhenmeter und ich musste nach dem Start schnell erkennen, dass es mir an der Grundschnelligkeit fehlte. Die liefen alle los, als wenn es kein Morgen gibt! So war nach dem ersten 10 km Lauf der Rückstand schon gewaltig und trotz einer für mich guten Radperformance konnte ich nicht mehr an die Führenden herankommen. Ich hatte einfach den Start verpennt, da hätte ich schon entsprechend präsent sein müssen. Mehr als ein 6. Platz der Altersklasse sprang nicht heraus, was mich schon sehr enttäuscht hat.

Nur 1 Woche später folgte der erste Triathlon in NRW, der in Versmold startete und natürlich war ich dabei, denn ich hatte ja was gutzumachen. Aufgrund der Kälte am 1.5. durften wir mit dem Neoprenanzug im Schwimmbad starten, was mir natürlich sehr entgegen kam. Ich hatte mein Schwimmen zwar weiter verbessert, aber es wird wohl immer so bleiben, dass ich nach dem Schwimmen schon einen zu großen Rückstand für ein gutes Gesamtergebnis habe. Nun, in Versmold kam ich relativ weit vorne aus dem Wasser und wie schon in Oberursel lief das Rad fahren sehr gut. Obwohl die Oberschenkel brannten lief ich dieses Mal sehr zügig. Es sprang ein 3. Platz gesamt und der Altersklassensieg heraus. Dank war ein Scheck über 100 Euro für den 3. Platz. Ein guter Test für den Ironman Lanzarote.

Für die frühe Jahreszeit flog ich also sehr gut vorbereitet nach Puerto Del Carmen und ich hoffte auf ein gutes Ergebnis in der Altersklasse. 2009 in Brasilien konnte ich die Altersklasse gewinnen und auch 2010 beim Challenge in Roth wurde ich Deutscher Meister der AK M 45!

Tja, meistens kommt es anders als man denkt. Das Schwimmen im Meer kannte ich ja schon von meinem Start 2003 auf Lanzarote. Da hatte ich eine mäßige Zeit, kannte aber immer meine Platzierung in der Altersklasse und wusste schon im Zieleinlauf, dass ich zwar nicht vorne in der AK war, es aber für die Qualifikation zur WM auf Hawaii reichen würde.

Das Schwimmen war erst eine Zumutung. Die Starterzahl wurde immer vergrößert, der Zugang zum Meer aber nicht, so dass es trichterförmig angeordnet war, so dass viele Starter zeitgleich ins Wasser kamen und es somit ein übles Hauen und Stoßen war. Ich bekam Beklemmungen und war wirklich kurz davor, mit dem Schwimmen aufzuhören. Zu meiner Freude löste sich das Menschenknäuel aber dann auf und ich konnte so langsam mein Tempo schwimmen. Trotzdem war ich froh, als ich das Schwimmen nach den 2 Runden beenden konnte.

Der Wechsel verlief ohne Probleme und auf dem Rad konnte ich direkt Druck ausüben. Ich arbeitete mich Platz für Platz nach vorne und auch die Anstiege der Feuerberge und zum Mirador del Rio konnte ich gut bewältigen. Nach einer kleineren Krise im Landesinneren kam das Ziel immer näher und ich konnte wieder Gas geben.

Doch es sollte nicht sein. Kurz vor dem Ziel, im letzten Kreisverkehr bevor es nur noch bergab in Richtung Puerto Del Carmen ging, war ein anderer Teilnehmer gestürzt und 2 Sanitäter rannten mit den Armen fuchtelnd auf mich zu. Normalerweise hätte ich den Kreisverkehr ohne abbremsen mit ca. 50 km/h passieren können, doch durch die Sanitäter konnte ich nicht auf der Ideallinie bleiben und dafür war ich zu schnell. Mein Vorhaben mit Bremsen und dann einlenken klappte nicht, so dass mein Vorderrad zu weit quer stand und ich nach rechts wegrutschte und über eine kleine Steinmauer samt Rad in den anderen Verunfallten und das Lavagestein knallte.

Im ersten Moment dachte ich, dass ich alles gebrochen hätte und traute mich nicht, mich zu bewegen. Nach und nach versuchte ich, meine einzelnen Gliedmaße zu bewegen, was teilweise ohne, teilweise mit Schmerzen gelang. Sanitäter halfen mir unter großen Schmerzen auf und wie es für uns Triathleten üblich ist, galt meine erste Sorge meinem Rad, welches wie durch ein Wunder, unbeschädigt erschien. Nur die Kette hatte sich verkeilt und die Bremsen waren verbogen. Glücklicherweise war einer der technischen Supporter genau an dieser Stelle und diese bogen die Bremsen in die richtige Position und schafften es, die Kette wieder frei zu bekommen. Die Sanitäter und der Radsupport halfen mir auf´s Rad und unter extremen Schmerzen rollte ich in die Wechselzone. Meiner Frau, meiner Mutter und meinem Bruder, die an der Strecke warteten, machte ich ein Zeichen, damit sie wussten, dass was nicht stimmt. Ich kam kaum vom Rad und humpelte ins Wechselzelt. Ich hatte ja gehofft, dass ich irgendwie Laufen könnte, doch ich konnte nicht einmal schmerzfrei gehen. Im Zelt kam sofort ein Arzt und zu meiner großen Überraschung fragte er mich auf Englisch, ob ich aufhören oder finishen wolle. Ich fragte noch mal nach und er wiederholte seine Frage.  Dies ließ ich mir nicht ein weiteres Mal sagen und ich antwortete ihm, dass ich finishen wolle, ich es aber nicht für möglich halten würde.

Er gab zwei Sanitäterinnen ein Zeichen und ich musste meinen Oberkörper freimachen. Ich sah nur, dass alles rot und blau war. Ich bekam ein Netzkorsett und 2 Spritzen und wurde nach fast 20 Minuten auf den Weg geschickt. Ich wollte loslaufen, aber die Schmerzen ließen ein Laufen nicht zu. Also ging ich los. Ich nahm mir zunächst nur vor, bis zu meiner Frau und den anderen zu gehen, um sie über den Stand der Dinge zu informieren. Ich ging die paar Kilometer und sagte, was los war. Natürlich wollten alle, dass ich aufhöre, aber mein Sturkopf ließ dies nicht zu und ich ging weiter. An der nächsten Stelle mit WC machte ich eine Pause und überlegte, was ich tun soll. Ich entschloss mich, den Marathon zu gehen und setzte meinen Weg fort. Tja, und dann passierte für mich überraschend, dass ich beim „x-ten“ Versuch anzulaufen ins Laufen kam und dieses auch bis zum Ziel schaffen konnte. Die Schmerzen wurden geringer oder ich hatte mich daran gewöhnt.

Irgendwann und irgendwie hatte ich es wirklich geschafft, den Marathon zu finishen, eigentlich nicht zu glauben!

Die Zeit danach war heftig und die Schmerzen kamen prompt zurück. Der Hammer kam aber am nächsten Tag, als die Schmerzen unglaublich waren und ich mich kaum bewegen konnte. Der Weg zum Arzt gestaltete sich zu einer absoluten Qual und ich wurde mit Schmerzmitteln vollgepumpt. Auch im Nachhinein möchte ich nicht wissen, was der Arzt mir im Wechselzelt gegeben hat.

Nach unserer Rückkehr war Auskurieren angesagt und ich hatte den Rest der Saison eigentlich schon abgeschrieben. Dank irgendeiner Tinktur von meinem Freund und Wunderheiler Klaus Kriegel, der mich das ganze Jahr über betreut, verheilten die Wunden überraschend schnell und ich hoffte, dass ich evtl. doch noch bei der Mitteldistanz in Moritzburg, in den Neuen Bundesländern, an den Start gehen konnte. Wir hatten uns extra mit Sven und Anja und weiteren Pärchen dort verabredet, um dort zu starten. Mir gelang es auch einen Tag vor dem Start dank den freundlichen Personen bei der Anmeldung und Organisation, wieder in die Liste für die Mitteldistanz aufgenommen zu werden. Natürlich merkte ich noch etwas von dem Sturz, aber insgesamt kam ich sehr gut, insbesondere auf dem Rad durch. Das Laufen war eher eine Quälerei und dieser Halbmarathon kam dann vielleicht doch etwas zu früh. Der 9. Platz und der Sieg in meiner Altersklasse versöhnten etwas für die Schmerzen auf der Laufstrecke.

Ein Ausruhen kam aber nicht in Frage, eigentlich war ich wöchentlich am Start. In Voerde siegte ich in der Mastersliga und der Altersklasse, bevor es zu den Deutschen Meisterschaften über die Kurzdistanz nach Düsseldorf ging. Es war eine Premierenveranstaltung und Düsseldorf hatte einiges springen lassen, um einen guten Wettkampf vorzubereiten. Mir persönlich fielen dennoch einige Mängel auf. Was mir insbesondere missfiel war, dass die Zuschauer nicht an die Wechselzone rankamen, sondern nur warteten, bis wir wieder heraus kamen. Für mich war die Konkurrenz zu stark, zumal ich läuferisch erhebliche Schwächen zeigte. Mehr als ein 5. Platz der AK sprang nicht heraus.

2 Wochen später in Hennef lief es in der Mastersliga deutlich besser, die ich gewinnen konnte. Natürlich ist die Konkurrenz im Ligageschehen nicht so stark wie bei einer Deutschen Meisterschaft und entsprechend ist das Ergebnis in der AK, aber ich mache es mehr an den von mir gezeigten Leistungen fest.

Ende August wartete mit dem Start bei den World Police & Firefighter Games in New York City ein weiteres Highlight auf mich. Dies ist eine Art olympische Spiele, nur für Polizisten und Feuerwehrleute, die alle 2 Jahre ausgetragen werden.

Ich hatte mich für den 10 km-Lauf, das Schwimmen im offenen Wasser, das Radzeitfahren und den Triathlon angemeldet.

Wir wohnten in Harlem, einer nicht so eleganten Wohngegend, die wohl zu weit über 90 % von Farbigen bewohnt wird. Wir hatten unsere Unterkunft gewählt, da sie relativ günstig und sehr nach am Central Park gelegen war.

Aufgrund eines heftigen Hurrikans, der sich New York immer mehr näherte, drohten einige Sportarten auszufallen und so kam es dann auch. Leider war auch der Triathlon betroffen, der ersatzlos gestrichen wurde. Schade, denn dies war der Hauptgrund meines Aufenthaltes in New York. Der Hurrikan Irene hatte sich zwar abgeschwächt, aber die Medien spielten es sehr hoch und es kam zu Hamsterkäufen und alle U-Bahnen stellten ihren Betrieb ein. An einem Tag waren sogar die Straßen in New York ohne Straßenverkehr, was einen kuriosen Anblick bot.

 

Na ja, ich hatte ja noch die 3 Einzeldisziplinen. Es war ganz klar, dass ich beim Schwimmen und auch beim Rad fahren keine Chance auf einen vorderen Platz hatte und so kam es auch. Doch beim 10 km-Lauf auf der Bahn konnte ich mit dem 3. Platz zumindest eine Medaille mit nach Hause nehmen.

Die Games waren insgesamt sehr enttäuschend, da sie äußerst schlecht organisiert waren, aber der Aufenthalt in New York war dennoch klasse, da die Stadt sehr viel zu bieten hat und wohl als einzigartig bezeichnet werden kann. Auch das Rad- und Lauftraining im Central Park haben mir sehr viel Spaß gemacht und zu meiner Überraschung ist der dortige Rundkurs mit ordentlichen Höhenmetern versehen.

Zurück in „Good old Germany“ waren direkt 1 Woche später die Polizeilandesmeisterschaften im Triathlon. Ich war hoch motiviert und gab alles, denn ich wollte mich gut platzieren, um in das von der Polizei angebotene Trainingslager im nächsten Jahr aufgenommen zu werden.

Der Wettkampf war in Ratingen und das Schwimmen war für mich mit knapp 17 Minuten gut. Die selektive, weil hügelige Radstrecke kam mir entgegen und ich konnte ordentlich aufholen. Es gab bei regnerischem Wetter 2-3 Stellen, an denen wir ganz schön aufpassen mussten, insbesondere beim Absteigen. Beim Laufen konnte ich dann weitere Plätze aufholen und kam als 2. der AK 45 und 7. gesamt ins Ziel, meine beste Platzierung bei der PLM Triathlon.

Die Saison beendete ich dann mit dem Ican Mallorca, einer Langdistanz die in S´Arenal auf Mallorca stattfand. Etwas ganz Besonderes! Nur ca. 500 Meter von der Partymeile entfernt quälten wir Starter uns bei über 30 Grad und auf der Partymeile gab es hoch die Tassen, unglaublich!

Zu meiner Freude war auch Vereinskamerad Thomas Wächtler mit am Start. Ein Triathlonurgestein, der eigentlich immer gut platziert ist und anscheinend unverwüstlich ist. Er war schon so oft bei der Ironman WM auf Hawaii, dass er Kailua Kona auf Big Island wohl schon als Nebenwohnsitz angemeldet hat.

Für die ersten 10 gesamt waren Siegprämien ausgeschrieben und das Starterfeld las sich so, dass eine Top 10 Platzierung im Bereich des möglichen war. Wie schon in vielen Frühjahrs-trainingslagern vorher, mieteten wir uns im Hotel Timor ein, welches in S´Arenal gelegen ist.

In diesem September waren die Temperaturen auf Mallorca immer noch um die 30 Grad und ich befürchtete, dass ich mich im Vorfeld zu wenig auf die Temperaturen und auch die zu erwartenden Anstiege vorbereitet hatte. Die Veranstalter hatten Probleme, die ursprüngliche Radstrecke genehmigt zu bekommen und so wurde sie 3 Tage vor dem Wettkampf abgeändert. Somit gelangten etliche zusätzliche Anstiege hinein und dafür hatte ich nicht trainiert, da die ursprüngliche Strecke eher als flach bezeichnet werden konnte. Heiß und bergig, schönen Dank! Einige Starter meldeten sich von der Langdistanz auf die Mitteldistanz um, was für mich aber nicht in Frage kam.

Das Schwimmen in der Bucht von S´Arenal war angenehm bei den wenigen Startern und auch beim Rad fahren war das Feld sehr übersichtlich. Windschattenfahren war überhaupt nicht angesagt, fast alle Fahrer verhielten sich fair, was sich kurzfristig änderte, als die Mitteldistanzler auf die Strecke geschickt wurden. Wetter und die Anstiege machten mir ordentlich zu schaffen und ich konnte die wirklich schöne Strecke kaum genießen. Eigentlich war es meine Strecke mit den Anstiegen, die gut zu fahren waren, aber die Form fehlte.

Das Laufen führte an der Promenade von S´Arenal bis zum Hafen von Palma und wieder zurück und ich kann mich an kein Schattenstück erinnern. Sehnsüchtig wartete ich auf die Verpflegungsstationen und wie eigentlich immer bei Marathon oder Langdistanztriathlon-Veranstaltungen nahm ich ab der Hälfte Cola zu mir, die mir auch wirklich gut tat. Somit rief ich schon von weitem nach Cola und die farbigen Helfer, die mich doch sehr stark an die Schmuckverkäufer erinnerten, über die ich mich immer am Strand ärgere, fingen an zu tanzen und riefen immer nur „Cola, Cola“, aber dachten nicht im Traum daran, das so begehrte Getränk einzuschütten, geschweige denn es anzugeben. So gab es mehrere Verpflegungsstationen, an denen ich etwas anderes oder auch gar nichts bekam, welches ich auch direkt körperlich  gemerkt habe. Der Marathon an sich ist eher öde, wenig bis keine Zuschauer und auch im Ziel wartete niemand. Das Treiben auf der Partymeile hatte von dem Ereignis nichts mitbekommen, was aber wohl auch besser war.

Die Zeit war noch ganz o. k. und es reichte für den 8. Platz gesamt und den Sieg in der Altersklasse. Durch die Siegprämie hatte ich zumindest das Startgeld raus. Dies war auf jeden Fall eine Gelegenheit weiter nach vorne zu kommen, aber es sollte an dem Tag nicht sein. Nach meinem schrecklichen Sturz auf Lanzarote aber ein ordentliches Lebenszeichen.

Trotz all der ganzen Ereignise des Jahres war noch nicht Schluss. In den Vorjahren hatte ich schon mal die kurze Variante des Röntgenlaufes absolviert und ich wollte unbedingt mal die Ultradistanz über 63,3 km laufen. Also zog ich mein Training nochmals an, nahm an einem Crosslauf und einem Halbmarathon in Nettetal teil, den ich als 1. der AK finishen konnte.

 

Dann ging es zum Röntgenlauf, der wirklich gut organisiert ist und gut zu laufen ist. Er verläuft zwar meist auf befestigten Wegen, hat aber auch etwa von einem Crosslauf. Ich fand es gemein, dass die Steigungen im Verlauf zunahmen. Aus Respekt vor der Strecke hatte ich mich für den Marathon angemeldet und beim Röntgenlauf hat man die Möglichkeit zu verlängern oder zu verkürzen und dennoch zeitlich komplett erfasst zu werden. Ich lief beim Marathon durch, weil ich mich noch sehr gut fühlte, was sich im weiteren Verlauf etwas änderte, da ich so eine Distanz zuvor nur einmal, bei einem 6 Std. Lauf in Köln gelaufen war.

Nach dem Lauf war ich glücklich, das Ziel erreicht zu haben. Die nun aufkommenden Schmerzen an der Achillessehne links und der Haglungferse rechts beachtete ich kaum. Wohl ein Fehler, wie sich im nächsten Jahr zeigen sollte!