Saison 2018

Und wieder ist ein Jahr vorbei! Sportlich gab es sehr viele tolle Events, an denen ich teilnehmen durfte. Auch wenn ich aufgrund der vielen Verletzungen und altersbedingt nicht mehr an die Leistung der früheren Jahre anknüpfen konnte, waren die Ergebnisse doch richtig super!

Wie schon in den letzten Jahren hatte ich zu Saisonbeginn Probleme mit den Waden, so dass ich die Saison nicht so beginnen konnte, wie ich es wollte.

Trotzdem habe ich im Februar einen Testmarathon in Bertlich gemacht.

Zweimal konnte ich an einem Trainingslager teilnehmen. Im März beim Camp von Michael Krell auf Zypern und im April quasi traditionell auf Mallorca.

Insbesondere die neuen Erfahrungen und Eindrücke auf Zypern haben mir sehr gut gefallen. Vor allem die leeren Straßen im Landesinneren, nicht zu vergleichen mit den überfüllten Straßen auf Mallorca!

 

Wieder kam mir auch die Ehre zuteil, an der Sportlerehrung der Polizei NRW für das vorherige Jahr teilnehmen zu dürfen.

Danach fing dann die Triathlonsaison an. Auftaktwettkampf war ein Duathlon in Mettmann und dann der Triathlon in Gladbeck.

 

Mit dem Ironman auf Lanzarote war ja schon im Mai die Langdistanz an der Reihe. In diesem Jahr haben Claudia und ich unseren 10. Hochzeitstag und da wir ja auf Hawaii geheiratet hatten, wollten wir auch dieses Jahr wieder nach Hawaii. So war der Druck bei dem Wettkampf für mich schon recht hoch.

Es folgte mit der Mitteldistanz in Bonn ein Formtest für die kommende EM in Dänemark. Es war ein Ligastart und wir waren ein richtig starkes Team!

Leider hat es die ganze Saison nie für Tempotraining beim Laufen gereicht, da kleinere Verletzungen mich immer wieder zu Pausen gezwungen haben.

Dennoch ist es mir immer wieder gelungen, rechtzeitig für die meisten Wettkämpfe fit zu werden. Im Juni bei der Ironman 70.3 Europameisterschaft in Elsinore / Dänemark konnte ich sogar den Titel in meiner Altersklasse gewinnen.

Kurz darauf sollte im Juli dann die ITU-Weltmeisterschaft über die Mitteldistanz folgen, aber eine Wadenverletzung machte einen Start nicht möglich. Diese Verletzung stellte sich auch als sehr hartnäckig dar.

Im August war ich in Essen für eine Mitteldistanz gemeldet und natürlich folgte Ende des Monats noch der schon fast traditionelle Start in Hückeswagen. Immer noch leicht angeschlagen konnte ich dort zwar meine Altersklasse für mich überraschend gewinnen, aber die Zeiten zeigten, dass ich weit von einer wirklich guten Form entfernt war.

 

Dabei standen mit der Ironman 70.3 WM in Südafrika und der Ironman WM auf Hawaii ja noch zwei Highlights bevor. Insbesondere mein Freund und „Guru“ Klaus Kriegel hat großen Anteil daran, dass ich auch wirklich bei beiden Events starten konnte.

Die erste Urlaubswoche in Südafrika ging ganz für den Wettkampf drauf. Claudia und ich wurden von Claudias Söhnen Bennett und Lennart und unseren Freunden Ellen und Uwe Scholz begleitet. Zunächst haben wir von Port Elizabeth kleinere Touren unternommen, damit wir auch etwas in unserem Urlaub zu sehen bekommen und nach der WM ging es über die Garden Route nach Kapstadt. Trotz des sehr kalten Wetters (Ende Winter) war es richtig schön und eindrucksvoll, ein sehr interessantes und schönes Land.

 

Der Wettkampf selber war im Gegensatz zum Frauenrennen am Vortag von schlechtem Wetter geprägt, aber die Fabelzeiten der Profis haben gezeigt, dass sich das auf die Ergebnisse nicht ausgewirkt hat. Ich kam ganz gut mit den Bedingungen zurecht, war aber aufgrund meines Trainingsrückstandes nach dem Rad fahren schon richtig platt und konnte nicht so laufen, wie ich es geplant hatte. Dennoch kam ich immer näher an einen Podiumsplatz heran. Erst einen Kilometer vor dem Ziel war ich auf dem dritten Platz und Lennart und Uwe schrieen mich dermaßen an, dass ich die Zähne zusammenbiss und den Vorsprung knapp ins Ziel retten konnte. Der dritte Platz war mein erster Podiumsplatz bei einer WM!

 

 

Danach war ich fix und fertig und vor Hawaii kam ich auch gar nicht mehr richtig hoch. Der Wettkampf war eindeutig zu viel für meinen Körper. Da Bennett und Lennart schon 2014 mit nach Hawaii wollten, ich dann aber wegen Achillessehnenoperationen nicht konnte und sie „nur“ Urlaub machen konnten, ohne mich zu sehen, habe ich es dieses Jahr durchgezogen. Dies war unvernünftig, aber auch jetzt – Monate danach – stehe ich immer noch  zu meiner Entscheidung.

Ich bin extra schon am Samstag vor der WM angereist, so früh wie noch nie bei meinen Starts auf Hawaii. Claudia und die Jungen kamen am Donnerstag nach. Ein Sturz beim Gehen (!) zum Schwimmtraining sorgte leider für eine heftige Knieprellung. Dazu heftige Probleme in der rechten Schulter und leider auch aufkommende Achillessehnenschmerzen sorgten dafür, dass ich mit größten Zweifeln in den Wettkampf ging.

Der Massenstart beim Schwimmen und das Schwimmen ohne Neopren machen die erste Disziplin für mich nicht einfacher. Die Testschwimmen an den Vortagen hatten mir schon gezeigt, dass es für mich fraglich werden würde, ob ich die 3,9 km überhaupt durchschwimmen kann. Ich ging sofort in die letzte Reihe und habe dann versucht, mein Tempo zu schwimmen. Dieses ist mir dann auch ganz gut gelungen, aber es wurde natürlich die erwartet schlechte Zeit. Mein Traum von einem Podiumsplatz auf Hawaii war damit schon so gut wie unmögllich.

Entgegen der Vorjahre gab es in diesem Jahr auf dem Rad bei den 180 km keine technischen Probleme, aber ich konnte nicht den erhofften Raddruck aufbauen. So konnte ich die für Hawaii sehr guten Bedingungen nicht nutzen. Da täuschte die Zeit von knapp über 5 Stunden etwas. Der abschließende Marathon wurde für mich zur reinen Tortour. Das Knie schmerzte und die Beine zeigten mir ganz deutlich, dass durch die fehlenden Trainingseinheiten die Kondition fehlte. Denoch konnte ich mich noch zumindest auf einen sechsten Platz in meiner Altersklasse vorlaufen. Mehr war unter den körperlichen Bedingungen einfach nicht möglich. Von daher war ich mit dem Ergebnis von 10 Stunden dann doch sehr zufrieden. So konnten wir noch eine sehr schönen Urlaub auf den hawaiianischen Inseln verbringen!.

 

 

Leider hat sich der gesundheitliche Zustand danach nicht verbessert, so dass ich Dezember die schon für 2019 gebuchten Wettkämpfe alle storniert habe und es sein kann, dass ich keine Wettkämpfe mehr bestreiten werde. Wieder einmal steht sogar das sportliche Ende vor der Tür. Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, aber ich überlege sehr ernsthaft, ob ich nochmal in den Leistungssport einsteige oder ob ich nur noch „so“ starten soll. Na mal abwarten!